Brauchen Bestatter noch eine Webseite trotz KI

Das kann nur eine Webseite

Jetzt ist es ja so. Diese ganze Diskussion. Google AI Overview. Chatbots. Künstliche Intelligenz, die dir alles zusammenfasst, ohne dass du noch irgendwo draufklicken musst. Kennst du das? Du fragst was, und die Maschine sagt dir die Antwort. Fertig. Aus. Keine Webseite mehr nötig.

Und da sagen jetzt manche: Ja, dann brauchen wir ja gar keine Webseite mehr. Ist ja eh obsolet. Wobei, obsolet. Schönes Wort. Verwendet auch kaum mehr einer. Ist wahrscheinlich selbst obsolet, das Wort. Aber das ist jetzt nicht der Punkt.

Der Punkt ist: Der Wolf. Jürgen Wolf. Hat eine Agentur für Bestatter. Und der sieht das anders.

„Natürlich freue ich mich“, sagt der Wolf, „wenn die künstliche Intelligenz von den Webseiten unserer Kunden zitiert.“

Logisch. Weil wenn die KI zitiert, dann muss ja was zum Zitieren da sein. Und dass da was zum Zitieren da ist, das ist ja nicht vom Himmel gefallen. Das ist jahrelange Arbeit. Aber jetzt pass auf, weil jetzt kommt der eigentliche Punkt:

„Wir haben nie nur für Suchmaschinen getextet.“

Nie.

„Und wir produzieren heute genauso wenig nur für Bots.“

Und da muss man jetzt kurz innehalten. Weil das ist wichtig. Für wen textet man dann? Und die Antwort ist so einfach, dass man fast blöd wird, wenn man sie ausspricht: Für Menschen.

Aber was für Menschen? Und in was für einer Situation?

Jetzt muss man sich das einmal vorstellen. Da ist einer. Oder eine. Und der Vater ist gerade gestorben. Oder die Tante. Oder irgendein nahestehender Mensch. Und der sitzt jetzt da. Und muss einen Bestatter suchen. Nicht weil er Bock drauf hat. Nicht aus Neugier. Nicht weil er sich denkt, schau ma mal, was es da so gibt. Sondern weil er muss.

Und dann landet der auf einer Webseite.

Und jetzt sag mir, ob der sich in diesem Moment denkt: Ach, das hat bestimmt eine KI zusammengefasst, das reicht mir. Oder ob der sich denkt: Wer arbeitet da eigentlich? Was bieten die an? Nehmen die mich ernst?

Weil Menschen sind in diesem Moment – und das sagt der Wolf, und der muss es wissen – Menschen sind in diesem Moment feinfühlig. Die spüren das. Ob eine Webseite sagt: Hier, Pflichtveranstaltung, muss halt sein, steht halt da. Oder ob sie sagt: Komm rein. Schau dich um. Informier dich. Bevor du irgendwas entscheidest.

Und der Wolf, der predigt das ja seit Jahren. Dass eine Webseite mehr ist als eine Visitenkarte. Dass es so etwas wie eine Bringschuld gibt. Dass man den Leuten was geben muss, bevor man was von ihnen will. Einblicke. In die Menschen. In die Arbeit. In die Haltung.

Und das schafft – und jetzt kommt das Wort, auf das es ankommt – das schafft Vertrauen.

Das kann nur eine Webseite: Vertrauen.

Das kann keine KI-Zusammenfassung. Das kann kein Bot. Das kann nur eine Webseite, auf der was draufsteht, das stimmt. Und auf der Menschen zu sehen sind, die es ernst meinen.

Und ja. Die Klickzahlen sinken vielleicht. Und ja, die KI-Systeme bedienen sich an den guten Inhalten. Gratis. Einfach so. Aber wer nimmt am Ende den Telefonhörer in die Hand? Wer vereinbart den Termin? Wer unterschreibt den Auftrag?

Nicht der Bot.

Der Mensch.

Und der war vorher auf einer Webseite. Und hat dort eine Entscheidung getroffen.

Ist halt so.

Der Wolf, der Jürgen, der berät Bestattungsunternehmen. Digitale Präsenz und so. Und er hat da dieses Redaktionsabo. Regelmäßige Inhalte für Bestatterwebseiten. Falls es wen interessiert.