Millionen verpasster Chancen - Warum Facebook allein nicht reicht

Facebook reicht nicht

Jetzt muss man sich das einmal vorstellen. Da sitzt einer beim Bestatter. Nein, falsch. Da sitzt einer, der einen Bestatter hat. Nein, auch falsch. Da sitzt einer, der ein Bestatter ist. Und der sagt:

„Wir posten doch regelmäßig auf Facebook.“

Und er sagt das so, wie man sagt: Ich putz mir doch regelmäßig die Zähne. Erledigt. Abgehakt. Online-Kommunikation. Check.

Aber jetzt pass auf.

Weil die Zielgruppe. Die Leute, die einen Bestatter suchen. Die sind – jetzt kommt eine Zahl, und ich weiß, Zahlen sind mühsam, aber die ist wichtig – die sind 40 bis 60 Jahre alt. Logisch. Weil in dem Alter sterben dir die Eltern weg. Ist halt so. Und von denen gibt es in Deutschland – und jetzt halt dich fest – 22,7 Millionen.

22,7 Millionen.

Hätte man nicht gedacht. Aber Destatis sagt das, und die müssen es wissen. Bevölkerungsstand 2023. Kannst du nachschauen.Und da sind deren Kinder und Kindeskinder nocht nicht mitgerechnet. Empfehlungen in der Familie und so. Du verstehst.

Und jetzt wirst du sagen: Na gut, aber die sind ja nicht alle im Internet. Stimmt. Aber fast. 90 bis 92 Prozent. Das sind – wart, ich rechne kurz – das sind 20 bis 21 Millionen. Die könnte man theoretisch digital erreichen. Theoretisch.

Praktisch schaut die Sache anders aus.

Weil Facebook. Und das ist jetzt der Punkt. Facebook nutzt in dieser Altersgruppe – regelmäßig, wohlgemerkt – nur etwa die Hälfte. Die Hälfte! Das sind 9 bis 11 Millionen. Sagt Statista. Sagt HubSpot. Sagen alle, die sich damit auskennen.

Und die anderen 9 bis 11 Millionen?

Die sind auch online. Aber nicht auf Facebook. Die googeln. „Bestatter Kleinkleckersdorf.“ Oder wie auch immer der Ort heißt. Und dann landen sie auf einer Webseite. Auf deiner, wenn du eine hast. Oder auf der vom Mitbewerber, wenn deine nichts taugt. Oder wenn du gar keine hast. Wobei, wer hat heutzutage keine Webseite. Aber du weißt, was ich meine.

Und Instagram? Ja, Instagram. Kombinierst du Facebook und Instagram, erreichst du – Moment – 14 bis 16 Millionen. Klingt viel. Aber es bleiben immer noch 4 bis 6 Millionen, die zwar online sind, aber auf keiner Social-Media-Plattform. Keine einzigen. Die gibt es auch.

Jetzt könnte man eine Tabelle machen. Und ich mache jetzt keine Tabelle, weil Tabellen sind fad. Aber ich sag dir, was drinsteht:

Nur Facebook? Verlierst du die Hälfte.

Nur Instagram? Verlierst du 60 Prozent.

Nur Social Media insgesamt? Immer noch 30 Prozent weg.

Und gar keine Webseite? Dann sind 20 Millionen Leute online, und du bist unsichtbar. 20 Millionen. Das muss man sich einmal vorstellen.

Und jetzt kommt der Punkt, wo ich sagen muss – weil ich muss es ja sagen – genau da setzt dieses Redaktionsabo an. Regelmäßige Inhalte für die Webseite. Professionell. Damit du dort gefunden wirst, wo die Leute tatsächlich suchen.

Nicht statt Social Media. Zusätzlich.

Weil die Hälfte deiner potenziellen Kunden – und das ist jetzt das, was du dir merken musst – die Hälfte deiner potenziellen Kunden wird nie, nie, niemals einen deiner Facebook-Posts sehen. Nie.

Ist halt so.